Pflegende Angehörige in Riehen: Umfrage bestätigt positive Wirkung der Pflegeberatung und der Pflegebeiträge

08. Jan 2026

Die Fachstelle Alter der Gemeinde Riehen hat eine Umfrage bei pflegenden Angehörigen durchgeführt. Ziel war es, die Wirksamkeit der bestehenden kommunalen Unterstützungsangebote zu überprüfen und weiteren Bedarf zu erkennen. Die Ergebnisse bestätigen den hohen Wert der Pflegeberatung und der Pflegebeiträge – machen aber auch deutlich, dass Pflegesituationen für Angehörige belastend bleiben.

Die Pflegeberatung unterstützt Menschen in Riehen, die Angehörige zu Hause pflegen. Sie berät fachlich, informiert über Entlastungsangebote und verfügt im Einzelfall die Pflegebeiträge gemäss der kantonalen Pflegebeitragsverordnung. Im August 2025 hat die Gemeinde Riehen einen Fragebogen an alle Personen verschickt, die Pflegebeiträge erhalten. 55 von 102 Befragten nahmen teil und gaben Einblick in sehr unterschiedliche Pflegesituationen.

Pflegesituationen und Zugang zur Pflegeberatung
Von den Befragten pflegen 50 Personen ihre betagten Angehörigen und 5 Personen ein Kind mit Behinderung. 43 Personen pflegen ihre Partnerin oder ihren Partner, 5 einen Elternteil und 2 andere Verwandte. Die pflegenden Personen sind durchschnittlich 76 Jahre alt, die pflegebedürftigen 81 Jahre. Die Pflegedauer reicht von einigen Monaten bis über zehn Jahre. Der Zugang zur Pflegeberatung erfolgt hauptsächlich über Hausärztinnen und Hausärzte, Spitäler oder die Spitex sowie über die Homepage der Gemeinde.

Hohe Zufriedenheit mit der Pflegeberatung
Die Rückmeldungen zur Pflegeberatung fallen sehr positiv aus. Die Pflegeberaterinnen werden als fachlich kompetent, gut erreichbar und persönlich unterstützend wahrgenommen. Besonders geschätzt wird die individuelle Beratung und die fachliche Begleitung der Pflegeberatung in komplexen Pflegesituationen.

Entlastung und Wertschätzung
65 Prozent der Befragten berichten, dass sich ihre Situation als pflegende Angehörige durch das kommunale Angebot verbessert hat. Die Pflegebeiträge werden einerseits als finanzielle Entlastung und andererseits als Anerkennungfür die geleistete Pflege wahrgenommen. Pflegebeiträge werden am häufigsten genutzt, um Entlastung durch Spitex, das Tagesheim oder eine Haushaltshilfe zu erhalten.

Belastungen und Bedürfnisse
Die Umfrage zeigt, dass pflegende Angehörige trotz Unterstützungen stark belastet sind – körperlich, emotional und organisatorisch. Oft bleibt zu wenig Zeit für sich selbst, die sozialen Kontakte sind eingeschränkt und die eigene Gesundheit leidet. Vor diesem Hintergrund äussern sie den Wunsch nach mehr stundenweiser Entlastung im häuslichen Umfeld, zusätzliche finanzielle Unterstützung, einen leichteren Zugang zu Informationen und eine längerfristige fallbegleitende Betreuung, wie z. B. Case Management. Diese Rückmeldungen geben der Fachstelle Alter wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung ihrer Angebote.

Riehen, 8. Januar 2026

Weitere Auskünfte erteilt:
Irene Burri, Stv. Leiterin Fachstelle Alter, Tel. 061 646 82 30

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