05. Mär 2026
Vom 16. bis 21. März 2026 laden die zweiten Basler Geschichtstage dazu ein, mit einem vielseitigen Programm in die Geschichte der Region einzutauchen. Zum Jahresmotto «Geschichte bewegt» präsentieren das Kulturbüro und das MUKS – Museum Kultur & Spiel Riehen Filmvorführungen, einen Vortragsabend sowie Schulangebote zu Flucht- und Migrationserfahrungen.
Filmscreenings und
Gespräche mit Regisseurin Anna Thommen
Die Riehener
Regisseurin und Kulturpreisträgerin Anna Thommen beschäftigt sich in ihrem
Dokumentarfilmschaffen vertieft mit Migrationsrealitäten in Europa und der
Schweiz. Erstmals werden ihre beiden jüngeren Filme, der preisgekrönte
«Volunteer» (2019), und «Naima» (2024) in Riehen gezeigt. Im Anschluss an die
Filmvorführungen im Kammertheater findet ein Gespräch mit Anna Thommen statt,
moderiert von der Basler Journalistin Hanna Girard. Organisiert werden die
beiden Filmabende vom Kulturbüro Riehen.
Vortrag im MUKS von
Historikerin Barbara Häne: Jüdische Flüchtlingshilfe während und nach dem
Zweiten Weltkrieg
Das MUKS – Museum
Kultur und Spiel setzt einen Schwerpunkt zur Regionalgeschichte rund um das
Thema Flucht und Migration. Damit unterstreicht das Museum seinen Anspruch,
historische Themen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen vertieft zu
vermitteln. Im Rahmen der Basler Geschichtstage ist Historikerin Barbara Häne,
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Jüdischen Museum Schweiz, zu Gast. Sie
spricht über die Rolle der jüdischen Flüchtlingshilfe in der Schweiz während
und nach dem zweiten Weltkrieg. Anhand ausgewählter Biografien beleuchtet sie
Fluchtwege, Aufnahmebedingungen und die Lebenssituation jüdischer Überlebender.
Beim anschliessenden Apéro haben die Besucherinnen und Besucher die
Möglichkeit, sich mit Barbara Häne auszutauschen.
Erlebnistag für
Familien auf dem Barfüsserplatz und Schulangebote
Auch am Erlebnistag
am Samstag sind das Kulturbüro und das MUKS mit einem gemeinsamen Stand
vertreten. Unter dem Titel «Kreuz, quer, von überall her?» können sich Menschen
jeden Alters kreativ mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen. Es
entstehen Postkarten von Lieblings- und Sehnsuchtsorten sowie kleine
Landschaften im Einmachglas.
Für die Sekundarschulen bieten die beiden Institutionen verschiedene dialogischen Formate mit historischem und aktuellem Blick auf die Migrationsgeschichte in der Schweiz und in Riehen an.
Das
Riehener Programm in der Übersicht
Screening und
Filmgespräch
Dienstag, 17.03.: «Volunteer», Dokumentarfilm, Schweiz, 2019, 93 min.
Berührt von der
Flüchtlingswelle 2015 reisen Schweizer Freiwillige nach Griechenland, um den
ankommenden Menschen zu. Was sie erleben, verändert ihr Leben nachhaltig.
Mittwoch, 18.03.: «Naima», Dokumentarfilm, Schweiz, 2024, 98 min.
Die 46-jährige
Venezolanerin Naima lebt in prekären Verhältnissen in Basel und erkämpft sich
nach langen Jahren im Niedriglohnsektor eine Lehrstelle in der Pflege. Ihr
Glück prallt jedoch auf die harte Realität.
Mit Regisseurin
Anna Thommen. Moderation: Hanna Girard (SRF)
Ort: Kammertheater, Baselstrasse 23, 4125 Riehen
Türöffnung: 19.30 Uhr
Filmvorführung: 20.00 bis 21.30 Uhr
Gespräch: 21.30 bis 22.00 Uhr
Barbetrieb vor und nach der Vorstellung
Vortrag und
Gespräch
Donnerstag, 19.03.: «Hilfe
aus den eigenen Reihen»
Jüdische
Flüchtlingshilfe während und nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Vortrag findet
begleitend zur Ausstellung «Schabbes, Schnitzel, Mehrbettzimmer» zum früheren
Altersheim La Charmille in Riehen statt. Dort fanden auch ehemalige jüdische
Flüchtlinge ein neues Zuhause. Referentin Barbara Häne beschäftigte sich im
Rahmen ihrer Promotion mit der jüdischen Flüchtlingshilfe in der Schweiz. Heute
ist sie im Jüdischen Museum Schweiz für die Forschung und Veranstaltungen
zuständig.
Ort: MUKS – Museum Kultur und Spiel Baselstrasse 34, 4125 Riehen
Beginn: 19.30 Uhr
Apéro und Gespräch im Anschluss an den Vortrag
Erlebnistag auf dem
Barfüsserplatz
Samstag, 21.03. 11.00 bis
17.00 Uhr
Familiennachmittag mit Führungen, Mitmachangeboten und feinen Erfrischungen.
«Kreuz, quer, von
überall her?» Kreativ-Stand zum Thema Migrationsgeschichten vom MUKS und
Kulturbüro Riehen (Geöffnet von 14.00 bis 16.30 Uhr).
Tickets
Für den Besuch der
Filmvorführungen und des Vortrags ist ein Ticket der Basler Geschichtstage
erforderlich.
BGT-Pass mit freiem
Einlass zu allen Veranstaltungen: CHF 35 / CHF 25 / CHF 15
BGT-Einzelticket: CHF 15 / CHF 10
Eintritt frei für Kinder unter 12 Jahren
Das vollständige
Programm, Infos, Anmeldung und Tickets unter: baslergeschichtstage.ch
Basel und Riehen, 5. März 2026
Weitere Auskünfte erteilen:
Paula Borer,
Leiterin Kulturbüro: Tel: 061 646 81, paula.borer@riehen.ch
Miriam Cohn, Teamleiterin Bildung & Vermittlung MUKS, 061 646 81 06, miriam.cohn@riehen.ch