Schutz des Siedlungsraums
Der Schutz des Riehener Siedlungsraumes vor Hochwasser stellt beim grössten Gewässer der Gemeinde Riehen, der Wiese, praktisch kein Problem dar, da sie seit rund 120 Jahren mit Dämmen verbaut ist. Bei den drei aktiven Bächen, Aubach, Bettingerbach und Immenbach haben jedoch Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren periodisch zu Überschwemmungen geführt. Die Bäche fliessen teilweise durch das Siedlungsgebiet. Die zeigt, dass sie bei sehr starken Hochwasserereignissen grossen finanziellen Schaden verursachen können. Ein weiteres Schadenspotenzial zeigt sich beim Oberflächenwasser, welches u. a. im Gebiet des Roten Grabens auftritt und in das mittlerweile aufgehobene Gerinne des Hungerbachs führt.
Im Zusammenhang mit Hochwasserereignissen hat der Kanton Basel-Stadt die Naturgefahrenkarte für das gesamte Kantonsgebiet erarbeitet, welche 2015 veröffentlicht wurde. Auf dieser Grundlage wurde im Vorfeld ein umfassendes Variantenstudium durchgeführt, um für jeden Bach die Hochwasserschutzmassnahmen mit dem bestmöglichen Kosten-Nutzen-Verhältnis zu evaluieren. Die Bestvarianten wurden weiterverfolgt, wobei in der Weiterentwicklung auch das Oberflächenwasser berücksichtigt wurde.
Abstimmung zum Hochwasserschutz (Bettinger-, Immen- und Hungerbach)
Auf Grundlage des Vorprojektes bewilligte der Einwohnerrat am 8. Februar 2023 einen Investitionskredit für den Hochwasserschutz. Basierend auf fachlichen Grundlagen und einer umfassenden Bewertung entschieden sich Gemeinderat und Einwohnerrat für den Bau von drei Hochwasserrückhaltebecken. Dabei wurden neben der Hochwassersicherheit auch soziale, finanzielle und ökologische Aspekte berücksichtigt. Gegen den Entscheid wurde das Referendum ergriffen. Die Stimmbevölkerung bestätigte letztlich den Entscheid des Einwohnerrats.
Stand der Planung
Der Bau von Hochwasserrückhaltebecken durchläuft mehrere Planungsphasen. Das Variantenstudium und das Vorprojekt sind abgeschlossen. Derzeit befinden sich alle drei Projekte in der Bauprojektphase, in der sämtliche technischen, geologischen und planerischen Details ausgearbeitet werden.
Ein zentraler Bestandteil dieser Phase sind die geotechnischen Untersuchungen, die Aufschluss über die Bodenverhältnisse an den jeweiligen Standorten geben. Beim Hungerbach sind diese abgeschlossen. Beim Bettingerbach und Immenbach haben sich die Abklärungen als aufwendiger erwiesen als ursprünglich angenommen und dauern noch an.
Die geotechnischen Berichte werden nach Abschluss der jeweiligen Untersuchungen auf dieser Website veröffentlicht. Der Bericht zum Hungerbach ist bereits einsehbar: Link
Aubach
Bei den Hochwasserschutzmassnahmen für den Aubach laufen
zurzeit Verhandlungen mit den Verantwortlichen in Deutschland, da das
Einzugsgebiet des Aubachs weit über die Landesgrenze hinausgeht.