Hochwasserschutz: Planungsarbeiten schreiten voran

19. Mär 2026

Die Hochwasserschutzprojekte am Hungerbach, Bettingerbach und Immenbach sind zentral für die langfristige Hochwassersicherheit in Riehen. Während die geotechnischen Untersuchungen beim Hungerbach abgeschlossen sind, brauchen die Abklärungen beim Bettinger- und Immenbach noch etwas Zeit.

Für alle drei Bäche sind naturnahe Hochwasserrückhaltebecken geplant. Bei einem Jahrhunderthochwasser sollen die Wassermassen hinter den Dämmen zurückgehalten, gesammelt und anschliessend kontrolliert abgeleitet werden. Dieses Vorgehen gilt als wirtschaftlich und schützt das Siedlungsgebiet.

Planungsarbeiten beim Bettingerbach und Immenbach
Die technische Machbarkeit ist bei allen drei Projekten gegeben. Beim Bettingerbach und Immenbach gestaltet sich die Planung jedoch aufwendiger als ursprünglich angenommen.
Beim Bettingerbach führen zusätzliche Anforderungen in der Detailplanung zu einem längeren Planungsprozess. Dazu gehören insbesondere Werkleitungsanpassungen im Bereich Hellring und Wenkenmattweg sowie Abstimmungen mit den Industriellen Werken Basel (IWB) und weiteren Leitungseigentümern.

Beim Immenbach sind vertiefte geotechnische Abklärungen aufgrund der komplexen Bodenverhältnisse sowie offene Fragen zur bestehenden Entwässerung notwendig. Zudem haben detaillierte Geländeaufnahmen ergeben, dass die ursprüngliche Projektkonzeption sorgfältig überprüft werden muss, was zusätzlichen Planungsaufwand erfordert.

Die Resultate der geotechnischen Untersuchungen für den Bettingerbach und den Immenbach werden im November 2026 beziehungsweise im Sommer 2027 erwartet. Anschliessend erfolgt die Abstimmung der Projekte mit Bund und Kanton.

Günstige Voraussetzungen beim Hungerbach
Die geotechnischen Untersuchungen für den Hungerbach sind abgeschlossen. Die örtlichen Gegebenheiten gelten als günstig, sodass das Projekt technisch gut umsetzbar ist.

Der Gemeinderat hat Anfang März 2026 die nächsten Planungsschritte für das Bauprojekt gutgeheissen. Nun folgen Stellungnahmen von Bund und Kanton sowie die Information der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, der Anwohnenden und der Öffentlichkeit. Anschliessend wird das Projekt in die Bewilligungsphase überführt.

Berichte werden öffentlich zugänglich gemacht
Die geotechnischen Berichte zu allen drei Projekten werden nach Abschluss der jeweiligen Untersuchungen einzeln veröffentlicht. Der Bericht zum Hungerbach ist bereits auf der Website Hochwasserrückhalt - Gemeinde Riehen einsehbar.

Die Dämme der geplanten Rückhaltebecken werden begrünt und landschaftlich eingebettet, sodass das Ortsbild von Riehen erhalten bleibt.

Riehen, 19. März 2026

Weitere Auskünfte erteilen:
Daniel Hettich, Gemeinderat Raumentwicklung und Infrastruktur, Tel. 079 302 51 47
Ivo Berweger, Abteilungsleiter Raumentwicklung und Infrastruktur, Tel. 061 646 82 86

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